USA: Statue of Liberty, Ground Zero und 9/11 Memorial

Nach dem Aufstehen gab es erst einmal Frühstück im Hotel – ganz klassisch mit Süßspeisen und deftigem Fleisch. Man kann es mal essen, auch wenn es auf Dauer nicht mein Fall wäre.

Gestärkt machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Times Square. Dort suchten wir nach Kelvin, einem Verkäufer für Hop-on/Hop-off-Bustouren, der uns am Vortag angesprochen und einen guten Preis versprochen hatte. Ein Kollege erkannte uns und rief ihn sofort an. Kurze Zeit später hielten wir unsere 3-Tages-Tickets inklusive der Überfahrt zur Statue of Liberty in den Händen. Und schon ging die Fahrt in Richtung Freiheitsstatue los.

Beim Einstieg in den Bus erhielt jeder Fahrgast Kopfhörer, um die Audiotour (verfügbar in Deutsch und anderen Sprachen) direkt am Platz zu genießen. Ich entschied mich für einen Platz auf dem Oberdeck. Nach gut einer Stunde Fahrt vorbei an verschiedenen Sehenswürdigkeiten erreichten wir die Anlegestelle der Fähren.

Nach rund 40 Minuten Wartezeit und einer Sicherheitskontrolle, die der am Flughafen glich, setzten wir zur Freiheitsstatue über. Das Monument konnte nun von allen Seiten bestaunt werden. Ein Besuch der Aussichtsplattform ist übrigens nur mit langer Voranmeldung möglich. Während der Wartezeit auf den Einlass beobachteten wir die Eichhörnchen im Park. Diese sind scheinbar so sehr an Menschen gewöhnt, dass man sie fast aus der Hand füttern kann.

Nach der Besichtigung ging es mit dem Schiff zurück und von dort zu Fuß zum 9/11 Memorial. Zuvor legten wir eine kleine Stärkung bei McDonald’s an der Wall Street ein. Die Filiale wirkte sehr modern und edel; auf einem kleinen Podest legte sogar eine DJane vor der US-Flagge auf.

Am Ground Zero beeindruckte zuerst die Gedenkstätte mit den Namen der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001, die rund um die Becken in Bronzeplatten eingelassen sind. Danach gelangten wir über die „Fast Lane“ (den schnelleren Einlass) in das 9/11 Museum. Auch hier gab es wieder eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen.

Schon nach wenigen Metern im Museum war ich von der schieren Größe beeindruckt. In den unendlich weit wirkenden Ausstellungsräumen ist alles über die Anschläge dokumentiert. An den Wänden hängen originale Stahlträger des World Trade Center 1 und 2. Auf der untersten Ebene sind Bilder aller Opfer mit ihren Namen angebracht. Wenige Meter weiter stehen ein völlig zerstörtes Fahrzeug des FDNY sowie Überreste eines Aufzugmotors und der Dachantenne eines der Gebäude. Ich verbrachte rund zweieinhalb Stunden im Museum; immer wieder gab es etwas Neues und Bewegendes zu entdecken. Den Besuch des 9/11 Memorials kann ich jedem New-York-Besucher nur wärmstens empfehlen.

Zu Fuß ging es schließlich die rund 4,5 Kilometer zurück zum Hotel am Times Square. Nachts wirkt New York City ebenso beeindruckend wie am Tag. An jeder Ecke leuchtet eine Lampe oder flimmert Reklame auf den riesigen LED-Wänden. Die Menschenmassen wurden nicht weniger – die Stadt behält konstant ihre Dynamik bei.

Ab und zu wird dieses pulsierende Leben durch die Sirenen eines Streifenwagens des NYPD oder eines Rettungswagens ergänzt. New York: The City That Never Sleeps.

 
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USA: reges Treiben in der Großstadt New York City