Kanada: Revelstoke und Mount Revelstoke National Park of Canada
Dritter Reisetag in Kanada. Nach dem Frühstück in einer McDonald’s-Filiale in Revelstoke und dem Hochladen der Bilder über das öffentliche WLAN (das in den meisten Filialen recht gut funktioniert), ging es in die Innenstadt.
Hier erkundeten wir zu Fuß den historischen Stadtkern und besuchten einige Shops sowie einen Supermarkt. Bei unserem Stadtrundgang entdeckten wir auch die örtliche Polizeistation. Wir gingen hinein und fragten, ob wir einen deutschen Polizeipatch gegen ein örtliches Abzeichen tauschen könnten. Kurz darauf kam ein junger Polizist mit zwei Patches heraus. Wir tauschten die Abzeichen und unterhielten uns noch kurz mit ihm.
Kulinarik und Natur im Nationalpark
Danach ging es mit dem Auto weiter entlang des Highway 1 durch den Mount Revelstoke National Park. Zur Mittagszeit steuerten wir den Skunk Cabbage Boardwalk an. Hier bereiteten wir unser Mittagessen mit dem Gaskocher zu: Diesmal gab es Tütenreis mit Rührei. Das Ei war in Ordnung, der Reis eher „na ja“. Da die öffentlichen Toiletten hier überall sehr sauber sind, konnten wir unser Geschirr direkt vor Ort reinigen.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Boardwalk. Dieser rund 1,4 Kilometer kurze, aber sehr naturnahe Rundweg führt durch ein Feuchthabitat. Auf Holzstegen kann man dort Tiere und Pflanzen beobachten. Aufgrund der aktuellen Schneeschmelze standen große Teile der Flächen unter Wasser. Als wir am Ende des Weges ankamen, setzte starker Regen ein. Leider begleitet uns der Regen seit unserer Ankunft in Kanada immer mal wieder.
Technik und Giganten der Berge
Weiter ging es auf dem Highway 1 in Richtung Golden. Während der Fahrt hatten wir ständig ein wunderschönes Bergpanorama vor uns. Am Rogers Pass legten wir einen kurzen Zwischenstopp ein. Hier fiel uns sofort der Rogers Pass Memory Garden ins Auge. Eine große Glocke dient dort dem Gedenken an die Arbeiter des Passes.
Beeindruckend war auch die dort ausgestellte 105-mm-Haubitze der kanadischen Armee. Mit solchen Geschützen werden zwischen November und April gezielte Schüsse in die Berge abgegeben, um kontrolliert Lawinen auszulösen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Straßen im Winter befahrbar bleiben.
Kurz vor Golden folgten wir einem Wegweiser zu einem Büffelgehege. Wir fanden das Gelände und die urigen Tiere recht schnell. Ich fotografierte die Büffel aus verschiedenen Perspektiven; einen Mitarbeiter der Farm trafen wir zwar nicht an, aber es war schön, die Tiere ungestört beobachten zu können.
Kurz vor der Ankunft in Golden entdeckten wir am Straßenrand ein Schild mit dem Hinweis auf eine neue Zeitzone (Mountain Time Zone). Wir mussten unsere Uhren umstellen – so wurde aus 16 Uhr plötzlich 17 Uhr. Wie schnell die Zeit vergeht ... Wenig später erreichten wir unser Motel in Golden.