Kanada: Kewlona City und Myra Canyon Park
Der zweite Reisetag in Kanada. Nachdem wir in unserem Mietwagen am Okanagan Lake erwacht waren, ging es zur Morgentoilette und zum anschließenden Frühstück in eine McDonald’s-Filiale in Kelowna. Der Service dort war ausgesprochen freundlich; immer wieder kam eine Mitarbeiterin vorbei und füllte bei Bedarf die Kaffeebecher kostenlos auf.
Nach dem Frühstück fuhren wir in den Ortskern, wo wir uns zunächst mit Lebensmitteln eindeckten. Danach spazierten wir die Uferpromenade entlang, die einen wunderbaren Blick auf die Bergkette rund um Kelowna bot. Zum Abschluss unseres Stadtrundganges besuchten wir den Kasugai Garden, einen japanischen Garten mitten in der Stadt. Die Anlage war sehr gepflegt und schön anzusehen.
Mit dem Auto ging es weiter in das rund 20 Kilometer entfernte Myra. Ein Teilstück zum Myra Canyon Park führte uns über eine etwa neun Kilometer lange Schotterpiste. Mit unserem Dodge war diese Strecke gut machbar, bei schlechteren Witterungsverhältnissen wären wir dort jedoch vermutlich nicht hinaufgekommen.
Im Myra Canyon Park angekommen, bereiteten wir uns erst einmal das Mittagessen zu. Praktischerweise stand ein ausgebrannter Wagen am Straßenrand, der uns als Tisch für unseren Kocher diente. Während wir aßen, leisteten uns wieder die „Kanada-Erdmännchen“ Gesellschaft, die es hier gefühlt unter jedem Felsen gibt.
Gestärkt begannen wir unsere Wanderung im Myra Canyon Park. Entlang einer alten Eisenbahnstrecke lässt sich hier die Schönheit Kanadas erleben. Holz- und Stahlbrücken (Trestles) führten über tiefe Schluchten, und verschiedene Hinweistafeln informierten über die Geschichte der Strecke. Da es sich nicht um einen Rundweg handelte, kehrten wir nach rund sechs Kilometern um. Dabei passierten wir erneut die zwei Tunnel, die direkt an der Strecke liegen. Unterwegs konnten wir immer wieder Erdhörnchen und Waldmurmeltiere beobachten.
Am Abend fuhren wir in das rund 200 Kilometer entfernte Revelstoke. Die Straße führte uns an scheinbar unendlichen Seen vorbei. Die Sicht war zeitweise stark eingeschränkt, da es bis kurz vor dem Ziel ununterbrochen regnete. In Revelstoke angekommen, wurden wir jedoch mit einem wunderbaren Blick auf die schneebedeckten Berge belohnt.
Die Nacht verbrachten wir in einem Motel, das seinem Namen alle Ehre machte: einfache, hellhörige Bauweise und direkt an der Straße gelegen. Zum Schlafen und Waschen hat es aber allemal gereicht. Heute steht die Erkundung von Revelstoke und seiner Umgebung an.