Kanada: Pacific-Rim-Nationalpark und Tofino
Um Punkt 7:00 Uhr starteten wir unsere Fahrt von Nanaimo nach Tofino. Das 200 Kilometer entfernte Küstenstädtchen an der Westküste von Vancouver Island ist ein wahres Mekka für Outdoor-Fans. Nach einem Bummel über den lokalen Markt und durch die charmanten Läden der Hauptstraße zog es uns zum Long Beach im Pacific-Rim-Nationalpark.
Dort erwartete uns ein kleines Abenteuer: Wir wollten eine vorgelagerte, bewaldete Insel erkunden. Was als mutiger Marsch in Wanderstiefeln begann, endete schnell mit nassen Füßen. Letztlich hieß es: Schuhe aus, Hosen hoch und barfuß durch den 14 Grad kalten Pazifik! Während ich aufgrund der Wassertiefe kapitulieren musste, schaffte es Tanja bis ans Ufer. Belohnt wurden wir mit der Sichtung eines Weißkopfseeadlers, der majestätisch über uns hinwegzog.
Ein weiteres Highlight war der Rainforest Trail. Auf Holzstegen wanderten wir durch den dichten, feuchten Küstenregenwald. Die Stille dort ist beeindruckend, nur unterbrochen vom Zwitschern der Vögel. Besonders die gewaltigen Rotzedern – die „Lebensbäume“ mit bis zu sechs Metern Durchmesser – lassen einen ehrfürchtig werden. Diesen Ort muss man einfach selbst erlebt haben.
Die dreistündige Rückfahrt nach Nanaimo war geprägt von Tierbegegnungen: Von Rehen mit Kitzen bis hin zu tiefenentspannten Vögeln auf der Fahrbahn war alles dabei. Weniger entspannt war dagegen der Einkauf im Walmart. Die schiere Größe des Marktes und der umständliche Check-out-Prozess an der Selbstbedienungskasse strapazierten unsere Geduld. Müde, aber glücklich über die Erlebnisse des Tages, ließen wir den Abend schließlich bei einem gemütlichen Abendessen in unserer Unterkunft ausklingen.