Israel: Tel Aviv und Old Jaffa
In diesem Jahr werde ich mehrere Länder bereisen. Das erste Land auf meiner Liste ist Israel. Das Ticket mit der israelischen Airline El Al war schnell gebucht; die Kosten für einen Nonstop-Flug ab Frankfurt am Main betrugen für Hin- und Rückflug faire 266 Euro.
Nach einer kurzen Sicherheitsüberprüfung durch das israelische Personal am Flughafen ging es ins Flugzeug. Nach rund 4,5 Stunden landete ich sicher und wohlbehalten auf dem israelischen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Dort wurde ich von einer Sicherheitsbeamtin kurz nach dem Grund meiner Reise befragt. Nach ein paar freundlichen Worten erhielt ich mein Ticket, das in den Reisepass gelegt wird. Einen klassischen Stempel gibt es in Israel nicht; das Ticket sieht eher wie eine Busfahrkarte aus. Nachdem ich meinen Mietwagen abgeholt hatte, fuhr ich zu meinem Hotel in Tel Aviv. Die Fahrt gestaltete sich recht unkompliziert. Zwar betätigen israelische Autofahrer bei jeder Gelegenheit die Hupe, dennoch lässt es sich dort ähnlich angenehm fahren wie in Deutschland.
Da es bereits gegen 18 Uhr Ortszeit dunkel wurde und ich von der Reise erschöpft war, ging ich direkt schlafen.
Den ersten Tag meiner Israel-Reise verbrachte ich in Tel Aviv. Zu Fuß ging ich zunächst an den Strand, der wunderbar am Mittelmeer gelegen ist. Entlang der Promenade lief ich bis nach Old Jaffa. Diese alte Hafenstadt ist sehr idyllisch: Neben historischer Architektur gibt es viele grüne Abschnitte und man hat von dort aus einen fantastischen Blick auf die Skyline von Tel Aviv.
Weiter ging es zum Carmel Market. Dort gab es neben unzähligen Fruchtarten auch jede Menge Gewürze und andere Waren wie Schmuck und Parfüm. Die Menschen drängten sich dicht an dicht, und der Duft von frischem Obst und Gewürzen lag in der Luft.
Nach dem Marktbesuch ging ich in eine Shoppingmall. Da Sicherheit hier großgeschrieben wird, erfolgte am Eingang eine Kontrolle durch einen bewaffneten Sicherheitsmann. In der Mall gab es, ähnlich wie in Deutschland, verschiedenste Läden – von Bekleidung über Elektronik bis hin zu Restaurants ist alles vertreten, auch viele deutsche Marken.
Zum Abendessen zog es mich noch einmal an den Strand von Tel Aviv. Dort zog am späten Nachmittag eine dunkle Gewitterwand vom Mittelmeer her auf. Rasch verdunkelte sich der Himmel und nur wenig später regnete es wie aus Eimern. Zum Glück fand ich direkt am Strand ein wunderbares Restaurant. Dort wurden neben landestypischen Speisen auch Pizza und andere Gerichte angeboten. Der Wirt war sehr freundlich und bemüht. In der Dunkelheit ging es schließlich zurück ins Hotel. So beendete ich meine Erkundungstour durch Tel Aviv nach einem stolzen 20-Kilometer-Fußmarsch.
Mein Bekanntenkreis hatte mich im Vorfeld oft gewarnt, dass Israel unsicher sei. Dies kann ich überhaupt nicht bestätigen. Ich fühlte mich zu jeder Zeit wohl, selbst bei Dunkelheit hatte ich keinerlei Bedenken. Die Menschen sind stets hilfsbereit. Zudem sieht man an jeder Ecke bewaffnete Sicherheitskräfte. Man sollte auch nicht verwundert sein, wenn man im Restaurant bewaffnete Privatpersonen sieht, da Bürger mit entsprechendem Waffenschein in Israel Waffen tragen dürfen.
Das Wetter war tagsüber recht wechselhaft. Beim Verlassen des Hotels waren es rund 10 °C und es regnete leicht. Im Laufe des Vormittags klarte es auf und die Temperaturen stiegen auf etwa 16 °C – genug für meinen ersten leichten Sonnenbrand auf dem Kopf. Am Abend regnete es dann wieder.
Interessant war, dass die Israelis bei diesem Wetter teils mit Winterbekleidung, dicken Mützen und Handschuhen herumlaufen. Der Wirt des Strandrestaurants erklärte mir, dass diese Temperaturen für sie tiefster Winter seien und sie frieren würden. Für mich fühlte es sich dagegen schon fast wie Frühling an.
Das war mein erster Reisetag. Tel Aviv ist eine sehr sehenswerte Stadt voller Gegensätze. Es gibt viele moderne Neubauten, aber direkt daneben auch Gebäude, die kurz vor dem Verfall stehen. Hochhäuser prägen das Stadtbild und an jeder Ecke entstehen neue Wohnkomplexe.
Einen PKW benötigt man in Tel Aviv übrigens nicht. Zu Fuß lässt sich fast alles erreichen, und für längere Strecken kann man die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Die Parkplatzsituation ist ohnehin sehr schwierig und die wenigen verfügbaren Plätze sind meist belegt.