Mann fällt betrunken in einen Schacht und muss von Feuerwehr in Weimar aufwendig gerettet werden
Die Berufsfeuerwehr Weimar wurde heute Abend kurz vor 19 Uhr zu einem nicht alltäglichen Einsatz hinter dem Bahnhof alarmiert. Eine Spaziergängerin, die mit ihrem Hund über das Gelände lief, hörte Hilfeschreie aus einem Schacht. Beim genaueren Hinsehen sah sie einen Mann, der in einen rund 50×50 Zentimeter großen, gemauerten Schacht gefallen war und nicht mehr herauskam.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten zunächst, den Mann mit einer Rettungsschlinge aus seiner misslichen Lage zu befreien. Da der Mann aber sehr ungünstig in den Schacht gefallen war und sich dabei verklemmt hatte, war dies nicht möglich. Mit einem Spreizer wurde der gemauerte Schacht Stück für Stück abgetragen. Der Mann wurde dabei mit einem Helm vor eventuellen Trümmern geschützt. Nach rund 30 Minuten war der komplette Schacht abgetragen und freigeräumt. Anschließend gelang die Rettung mit der Rettungsschlinge.
Der stark alkoholisierte Mann wurde im Anschluss mit einem Rettungswagen und einem Notarzt in das Klinikum Weimar gebracht. Die Feuerwehr sicherte den Schacht gegen ein erneutes Hineinfallen von Personen.
Die Polizeiinspektion Weimar nahm die Ermittlungen auf. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2,5 Promille. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich der Mann vermutlich stark alkoholisiert auf den Rand des Schachts gesetzt, das Gleichgewicht verloren und war mit dem Rücken voran in den Schacht gestürzt. Laut seiner eigenen Aussage lag er dort bereits mehrere Stunden.