Oskar Schindler Deutsche Emailwarenfabrik und historisches Museum Krakau

Die Fabryka Emalii Oskara Schindlera ist ein staatliches Museum in einem der ehemaligen Gebäude der Deutschen Emailwarenfabrik (DEF) in Krakau. Die DEF wurde von Oskar Schindler betrieben. Zeitweise arbeiteten hier bis zu 800 Juden, unter anderem aus dem Krakauer Ghetto. In den Jahren 1939 bis 1942 wurden in der Fabrik Emailwaren und Munition gefertigt; ab dem Jahr 1943 begann zudem die Produktion von Granatenhülsen. So wurde die Fabrik als kriegswichtige Produktionsstätte eingestuft.

Die jüdischen Arbeiter in Schindlers Fabrik wurden niemals geschlagen oder in ein Vernichtungslager deportiert. Nach Kriegsende gingen viele der überlebenden „Schindlerjuden“ nach Israel. Oskar Schindler fand nach seinem Tod im Jahr 1974 seine letzte Ruhestätte auf dem römisch-katholischen Franziskanerfriedhof auf dem Berg Zion in Jerusalem. Bis heute besuchen zahlreiche Menschen sein Grab und ehren ihn, indem sie einen kleinen Stein niederlegen.

Ein Teil der ehemaligen Fabrik wird seit 2010 als Museum genutzt. Die Dauerausstellung trägt den Namen „Krakau unter der deutschen Besatzung 1939 bis 1945“. Anhand zahlreicher Exponate wird dort das Leben der Juden, unter anderem im Krakauer Ghetto, dokumentiert. Ein weiterer Teil widmet sich der Geschichte von Oskar Schindler und der DEF – eine sehr spannende, wenn auch traurige Geschichte Krakaus.

 
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