Kanada: Victoria Ogden Point Breakwater und Rotwild im Garten
Unser 16. Tag startete wieder in Downtown Victoria. Unser bewährter Parkplatz nahe Fisherman’s Wharf erwies sich erneut als Glücksgriff: günstig, zentral und stressfrei. Ein kleiner Dämpfer war das angekündigte „Street Food Festival“, das sich als überschaubare Ansammlung von fünf Trucks entpuppte. Davon ließen wir uns die Laune aber nicht verderben und schlenderten stattdessen durch die Gassen bis nach Chinatown, wo wir uns mit günstigen Spezialitäten eindeckten.
Ein architektonisches Highlight war der Spaziergang am Ogden Point Breakwater. Der massive Pier bietet eine tolle Perspektive auf den Hafen. Während wir auf dem Hinweg die Aussicht von oben genossen, kletterten wir auf dem Rückweg über die riesigen Steinquader am Fuße der Mauer. Ein kurzer Gruß eines Seehundes machte den Ausflug perfekt, bevor uns der einsetzende Regen zurück zum Auto trieb.
Die Fahrt entlang der Küstenstraße bot uns Einblicke in traumhafte Wohngegenden direkt am Ozean, doch die besten Tierbegegnungen warteten direkt an unserer Unterkunft. Eine Hirschfamilie, die wir nun schon seit drei Tagen beobachten, scheint uns mittlerweile als Nachbarn zu akzeptieren. Es ist faszinierend, wie entspannt die Tiere hier inmitten der Zivilisation leben – eine Hirschkuh legte sich in nur zehn Metern Entfernung seelenruhig ins Gras, während ich Fotos machte.
Den kulinarischen Abschluss bildete ein Selbstversuch mit Root Beer bei A&W. Die Beschreibung „Kräuterlimonade mit Mundwasser-Aroma“ trifft es wohl am besten. Es ist definitiv ein Erlebnis für die Geschmacksknospen, auch wenn ich beim nächsten Mal wohl eher wieder zum klassischen Eistee greifen werde.