Rettungshunde und Hundeführer trainieren in Weimar Personensuche
Am Wochenende probte die Rettungshundestaffel Mittelthüringen gemeinsam mit befreundeten Rettungshundestaffeln aus Bayern und Nordrhein-Westfalen in Weimar. Ziel des gemeinsamen Ausbildungswochenendes waren verschiedene Personensuchen mit Mantrailer-Hunden.
Mantrailer kommen immer dann zum Einsatz, wenn eine Person vermisst wird. Bei ihren Einsätzen handelt es sich um abgängige Personen aus Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Menschen mit suizidaler Absicht oder orientierungslose Personen.
Mit ihren speziellen Geruchsfähigkeiten können die Hunde die Spur der vermissten Personen verfolgen. Geführt werden die Rettungshunde von einem Hundeführer und einem Helfer.
Ausbildung im urbanen Gebiet
Die Ausbildung fand im urbanen Gebiet in Weimar statt. Hier können mehrere Szenarien mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen trainiert werden. So musste Rettungshund Olaf mit seinem Hundeführer Christian Hille eine Frau suchen. Diese hatte sich auf ihrem Weg unter anderem auf ein Sofa vom Sperrmüll gesetzt. Dies sorgt für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad bei der Menschensuche. Souverän meisterte Olaf samt Hundeführer Christian Hille und Helferin Marlen Schlicht die Suche. Die vermisste Person Eva konnte wenige Meter entfernt hinter einer Hecke gefunden werden.
Bei einem anschließenden Gespräch zwischen den Ausbildern und dem Team wurde die Suche analysiert.
Eine weitere Trainingseinheit absolvierte Marlen Schlicht mit ihrem Labrador Keks. Beide suchten erneut die vermisste Person Eva. Nach kurzer Zeit konnte diese von Keks gefunden werden. Zur Belohnung gab es eine Einheit mit seinem Lieblingsspielzeug.
Neben den gemeinsamen Trainingseinheiten standen auch verschiedene Prüfungen für die Hunde auf der Tagesordnung. Diese werden alle zwei Jahre abgelegt und überprüft.
Ehrenamt und Finanzierung
Das Team der Rettungshundestaffel Mittelthüringen ist ehrenamtlich unterwegs. Wird eine Person vermisst, so werden sie über die Landeseinsatzzentrale der Polizei alarmiert. Zum Einsatz kam die Staffel unter anderem auch nach der Flutkatastrophe im Ahrtal.
Die Rettungshundestaffel finanziert sich dabei aus Spenden. Alle Kosten werden von den Mitgliedern selbst getragen. Hier wünscht man sich mehr Wertschätzung und vielleicht auch eine Förderung vom Freistaat Thüringen. Mit einer solchen Förderung würde sich die Staffel gerne ein geeignetes Transportmittel für die Einsatzhunde und die Hundeführer anschaffen.
Die Hoffnung geben die Mitglieder nicht auf. „Am Ende ist es wichtig, dass wir vermisste Personen mit unseren Hunden finden. Das ist für uns immer wieder ein besonderer Moment“, so die Mitglieder der Staffel.