Polizei und Feuerwehr bergen Fahrzeug aus Gewässer im Weimarer Land

Am Speicher Mechelroda im Weimarer Land gab es heute einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr. An dem Angelgewässer fanden die Pächter bereits im Winter ein unbekanntes Fahrzeug unter der Eisdecke. Am Sonntag wollte der Verein das Wrack mit mehreren Mitgliedern bergen. Als sie das Fahrzeug leicht bewegten, trat Öl aus. Aufgrund der unklaren Lage wurde die Polizei verständigt.

Die Polizeiinspektion Weimar prüfte den Sachverhalt. Zu einer möglichen Bergung und deren Folgen wurde auch das Brandschutzamt Weimarer Land hinzugezogen.

Am heutigen Dienstag kam die Tauchergruppe der Technischen Einsatzeinheit der Thüringer Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Mit mehreren Fahrzeugen – darunter ein Gerätekraftwagen für die Taucher, ein Unimog und ein Boot – rückten die Einsatzkräfte am Morgen an. Dabei gestaltete sich die Zufahrt zum Gewässer als recht unwegsam.

Nach dem Peilen der groben Richtung begab sich ein Taucher der Polizei ins Wasser. Dieser konnte das Fahrzeug lokalisieren und markierte es mit einer Leine. Anschließend wurde eine Seilwinde samt Anschlagmaterial vorbereitet. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Mellingen baute parallel dazu eine Ölsperre auf. Diese wurde mit einem Schlauchboot auf dem Gewässer ausgebracht.

Gegen 12 Uhr begann die eigentliche Bergung des unbekannten Fahrzeugs. Stück für Stück wurde es mit der Seilwinde gezogen. Am Ende kam ein Trabant zum Vorschein. Der erste Blick der Polizeibeamten ging ins Fahrzeuginnere, ob sich dort eventuell noch Personen befanden. Dies war glücklicherweise nicht der Fall.

Doch wie kam der Trabant nun in das Gewässer? Aufgrund des Zustands des Fahrzeugs muss dieses vermutlich schon mehrere Jahrzehnte im Wasser gelegen haben. Ob das Fahrzeug damals gestohlen und anschließend im See versenkt wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen. Am Heck des Fahrzeugs war außerdem noch ein Kennzeichen mit „WE“ angebracht. Vielleicht führt dieses zum ehemaligen Halter des Trabis.

Für den Angelverein ist unterdessen unklar, wann und wie das Fahrzeug in das Gewässer kam. Mit Vandalismus habe man hin und wieder schon zu kämpfen, aber ein ganzes Fahrzeug im See sei neu, so der Vorsitzende des Vereins.

Wer für die Kosten des Einsatzes und der Entsorgung des Fahrzeugs aufkommt, ist bisher noch nicht geklärt. Am Ende könnten aber der Verein und seine Mitglieder die Leidgeplagten sein, wenn sie für die Entsorgung des alten Trabants aufkommen müssen.

 
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