A4 im Weimarer Land nach LKW Brand mehrere Stunden voll gesperrt
Gegen 3:45 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Mellingen auf die Autobahn 4, kurz nach der Auffahrt Apolda in Fahrtrichtung Dresden, zu einem brennenden Autotransporter alarmiert.
Der Fahrer des Autotransporters bemerkte während der Fahrt Flammen am Anhänger des Gespanns. Er hielt daraufhin auf dem Standstreifen an und koppelte den Anhänger vom Zugfahrzeug ab. Das Feuer griff auf drei geladene Fahrzeuge auf dem Anhänger über. Zwei davon waren Elektroautos der Marken Polestar und Kia, sowie ein weiteres Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz (S-Klasse Hybrid).
Das Feuer wurde von den Einsatzkräften unter schwerem Atemschutz mit Schaum gelöscht. Anschließend wurde die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera auf weitere Hitze- und Glutnester überprüft.
Zur Bergung der abgebrannten Elektro- und Hybridfahrzeuge musste ein Bergungsunternehmen aus dem Weimarer Land hinzugezogen werden. Die beiden Elektrofahrzeuge wurden durch die Firma in jeweils einen Spezialcontainer geladen. Dies war notwendig, da von ihnen aufgrund der Fahrzeugbatterien weiterhin ein Brandrisiko ausgeht. Das Hybridfahrzeug wurde mit einem Abschleppfahrzeug geborgen, der abgebrannte Anhänger auf einen weiteren Anhänger verladen.
Durch das Löschwasser wurde ein nahegelegenes Regenrückhaltebecken der Autobahn verunreinigt. Dieses muss nun durch eine Fachfirma abgepumpt werden.
Während der Einsatz- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn 4 in Fahrtrichtung Dresden ab der Anschlussstelle Apolda komplett gesperrt werden. Es bildete sich auf der Autobahn und den Umleitungsstrecken ein langer Stau. Die Vollsperrung der Autobahn dauerte bis mindestens 9:00 Uhr an.
Die Höhe des Schadens beträgt rund 150.000 Euro. Die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein technischer Defekt am Anhänger wird als Brandursache vermutet.